reflections

Valentinstag als Single - oder: der erste Valentinstag, an dem ich nicht enttäuscht wurde

Vorab: Mit diesem Eintrag will ich keinesfalls den konsumorientierten Valentinstag schönreden. Aber ich finde es schön, dass es einen Tag im Jahr gibt, um die Liebe zu feiern. Denn die Liebe ist etwas großartiges.Ein solcher Tag kann Paare dazu bringen, mal wieder Zeit zu zweit zu verbringen und sich zu sagen und zu zeigen, wie sehr man sich liebt.Es hat alles vor neun Jahren angefangen.Ich hatten meinen ersten Freund, in den ich richtig verliebt war. Zu Valentinstag hatte ich ihm in seinem Badezimmer ein wohlduftendes Bad eingelassen, den Raum mit Kerzen und Rosenblättern geschmückt und Sekt und Schokolade bereit gestellt.Als ich ihn ins Bad führte, grummelte er vor sich hin, dass er jetzt nicht baden wolle, ging raus und zündete sich eine Zigarette an und trank ein Bier.Die darauffolgenden Jahre war ich zwar meistens single, doch immer unglücklich verliebt.Bis ich vier Jahre später eine neue Liebe hatte. Ich war frisch verliebt und wusste, dass wir an diesem Tag zusammenkommen würden. Wir hatten uns verabredet und als ich die Tür öffnete, stand er tatsächlich mit einer Rose davor. Ich bat ihn herein, und wie es meistens bei uns lief, saßen wir nebeneinander auf der Couch und zockten. Als es kurz vor Mitternacht war, fragte, was denn nun mit uns sei. Wir einigten uns darauf, dass wir nun zusammen wären, aber nach seinen Worten, dass man sich diesen Tag gut merken könne und nicht zweimal etwas schenken brauchte, war ich doch wieder enttäuscht. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch. Das zeigte sich auch in den nächsten Jahren. Er war nie der große Schenker und sagte zu Geburtstagen so etwas wie: wir können ja mal zusammen wegfahren.Und ich fragte mich immer öfter, ob meine hohen Erwartungen schuld daran waren, dass ich jedes mal aufs Neue enttäuscht war.Schließlich trennten wir uns, weil er noch nicht bereit für eine ernste gemeinsame Zukunft war. Wir trafen uns aber weiterhin. Drei Valentinstage hoffte ich darauf, dass er vor der Tür stehen würde und sagen würde, dass er endlich bereit ist. Jedes Jahr wurde ich wieder enttäuscht.Vor zwei Monaten bat ich ihn um ein Treffen und fragte ihn, ob wir noch eine gemeinsame Zukunft haben. Als er 'eher nicht' sagte, bat ich ihn mir nicht mehr zu schreiben. Seitdem hörte ich nichts mehr von ihm, auch nicht zu meinem Geburtstag.Heute ist der erste Valentinstag, an dem ich nicht enttäuscht bin. Weil ich von niemandem entwas erwartet habe. Es mag so klingen, als wäre ich traurig, aber ich kann endlich aus tiefstem Herzen sagen, dass ich es nicht bin.Ich wünsche allen einen frohen Valentinstag und hoffe, dass sie einen schönen Tag ohne Enttäuschungen hatten.

14.2.19 21:26, kommentieren

'Keine Ahnung, weil du mir gefällst?', sagte ich.

'Warum ich?' fragte er mich.

'Weil ich damals schon wusste, dass du eines Tages Herzen brechen wirst.
Und du Jahre später durch die Türe gekommen bist und ich dich nicht wieder erkannt habe und mich nicht getraut habe mit dir zu sprechen,
bis ich erfahren habe, wer du bist und ich mir ein Herz gefasst habe.
Und du bist der gleiche liebe, zuvorkommende Mensch wie damals.
Ich bin nicht in dich verliebt oder so, aber du hast mich kalt erwischt.
Darum du.'

'Keine Ahnung. Weil du mir gefällst?' sagte ich.

13.3.18 02:26, kommentieren

Monas schlaue Sprüche

Wer früher aufsteht, hat länger Zeit um nichts zu tun.

3.3.17 11:39, kommentieren

Das Leben lehrt uns zu lieben - Die Liebe lehrt uns zu leben

Eines der schlimmsten Dinge, die man im Leben tun muss, ist einem geliebten Menschen zu sagen, dass ein anderer geliebter Mensch stirbt.
Noch viel schlimmer ist es, wenn man in diesem Moment nicht bei der Person sein kann, um sie zu trösten, wenn es einem das Herz bricht zu hören, wie derjenige am Telefon weint und ganz allein in einem fremden Land ist.
Ich wünsche das niemandem.

28.1.17 21:40, kommentieren

Sich seinen Ängsten stellen

Heute habe ich beschlossen, mich einer meiner Ängste zu stellen.Häufig denke ich darüber nach, was andere denken und ob sie mich wohl für eine Versagerin halten. Allein in ein Restaurant zu gehen und alleine zu essen, schien mir eine gute Möglichkeit mich dieser Angst zu stellen. Jetzt sitze ich hier und denke immer noch darüber nach, was sich wohl die anderen Gäste denken, glaube aber nicht mehr länger, dass sie 'Hat die denn keine Freunde, geht einfach so alleine essen' denken, sondern 'Die muss wohl sehr selbstbewusst sein, wenn sie einfach so alleine essen geht'. Am Anfang habe ich mich sehr unwohl gefühlt, aber während dem Essen habe ich mich immer mehr entspannt und jetzt macht es mir schon gar nichts mehr aus. Ich habe erfolgreich mein Selbstbewusstsein gestärkt.Warum machen sich so viele Menschen Gedanken darüber, was andere von ihnen halten? Ist das wirklich so wichtig? Hält das die Ordnung in der Welt wie wir sie kennen? Was würde passieren, wenn wir aufhören würden uns dafür zu interessieren, wie wir auf andere wirken? Würde alles in einem riesen Chaos enden? Würde die Menschheit verwahrlosen?

2 Kommentare 21.12.15 15:48, kommentieren

Menschen beobachten

 

Wenn ich in der Ubahn Langweile habe, beobachte ich oft andere Menschen. Und es ist fast schon verrückt, wie viel man über jemanden schlussfolgern(manchmal vielleicht auch fälschlicherweise) kann, wenn man nur genau hinschaut. Schon allein anhand der Haltung. Eine Frau, ca 45 Jahre alt, sie beobachtet alles um sich herum aus den Augenwinkeln. Ihre Schultern sind angespannt und hochgezogen. Wie ich sie analysiere: Sie hat durch die verspannten Nackenmuskeln Kopfschmerzen, sie schläft schlecht. Vielleicht ist sie nervös oder hat Angst.Vielleicht erwartet sie Zuhause ein schlecht gelaunter Ehemann. Vielleicht würde sie ihn gerne verlassen, aber traut sich nicht. Wie würde er reagieren? Würde er sie schlagen? Nein, so dumm wäre er nicht, aber er würde dafür sorgen, dass sie nach der Scheidung nichts hätte.

Mein Blick wandert weiter. Dort sitzt ein Mädchen von ungefähr vierzehn Jahren. Sie kaut energisch Kaugummi und starrt in ihr Smartphone. Vielleicht ist sie auf dem Weg von der Schule nach Hause und hat mit ihren Freundinnen heimlich geraucht und hat jetzt Angst, dass ihre Eltern den Rauch riechen?

Mein Blick wandert weiter. Ein Mann, ca 30 Jahre alt. Er beißt gerade von seiner Käsesemmel ab. Daraus schließe ich, dass er hunger hat?
Und dass ich absolut keine Ahnung von Männern habe. Wieso ist es so viel leichter Frauen zu analysieren, als Männer? Ich dachte immer Männer wären so durchschaubar.

8.11.15 17:15, kommentieren

Frühling

Allergiker erleben den Frühling intensiver.

22.4.15 20:29, kommentieren

Was Skyrim uns fürs Leben lehrt:

Es gibt immer mehr zu tun, als man schaffen kann. Man muss sich das Wichtigste bzw. das, was gerade am besten zu passen scheint raussuchen und erledigen. So kann man sich die Dinge nach und nach vornehmen und abarbeiten, auch wenn immer mehr dazu kommt. Fast wie die wartenden Patienten beim Arzt.

25.3.15 13:21, kommentieren

I've had a shit day!

Es gibt Tage, an denen wache ich auf und würde am liebsten die Decke über den Kopf ziehen, mich umdrehen und weiterschlafen. An diesen Tagen ist das Übel vorprogrammiert. Dazu fällt mir ein Lied von Pink ein, bei dem der einzige Text den ich kann 'I've had a shit day' ist. Aber warum sind diese Tage dann tatsächlich so schlecht? Weil man es sich einredet und dann lustlos, unkreativ und schlecht gelaunt ist? Heute hatte ich so einen Tag. Ich habe versucht das Beste daraus zu machen, ich habe versucht Spaß zu haben, habe fremde Leute angelächelt und mir vor Augen gehalten, was ich doch eigentlich für ein schönes Leben habe. Trotzdem sitze ich jetzt im Zug, starre auf ein oranges Nimm2Soft, das am Boden liegt und ziehe ernsthaft in Erwägung es zu essen, nur um wieder über mich selber lachen zu können und den Scheiß-Tag mit Humor zu nehmen. Morgen wird bestimmt wieder ein besserer Tag.
In diesem Sinne,

Gute Nacht!

3 Kommentare 16.9.14 00:12, kommentieren

Warum zieht es Menschen zum Meer?

Letzte Woche habe ich Urlaub am Meer gemacht. Da habe ich mich gefragt, warum zieht es uns Menschen so sehr ans Meer? Nur um zu baden kann nicht sein, es gibt genug Schwimmbäder und Seen. Wegen der Aussicht kann ich mir auch nicht vorstellen, in den Bergen ist sie oft schöner. Als ich am Strand gelegen bin, habe ich mir überlegt, was mich persönlich denn dazu gebracht hat ans Meer zu fahren. Und ich musste feststellen, dass es drei Dinge waren.

  1. Die Wellen und der Wind,
    beides gibt einem das Gefühl, dass man einmal etwas nicht unter Kontrolle hat. Sie sind wild und ungezähmt und verleihen einem einen Hauch von Freiheit. Außerdem macht es Spaß durch hohe Wellen zu tauchen oder sie am Rücken brechen zu lassen.
  2. Der Duft des Meeres
    verzaubert mich immer wieder. Diese salzige Luft, die einen vergessen lässt, dass man sonst die Lunge mit Smog verpestet. Schon beim ersten Blick aufs Meer, will man am liebsten die Nase aus dem Autofenster stecken um zu sehen, ob man es schon riechen kann. 
  3. Der innere Frieden,
    der einen überkommt, wenn man auf die scheinbare Unendlichkeit des Meeres hinaus blickt. Der Gedanke, dass alles Leben im Meer begonnen hat. Das regelmäßige Geräusch der brechenden Wellen beruhigt und entspannt.
Vielleicht ist dieser dritte Grund auch der, warum viele Menschen, die im Sterben liegen noch einmal ans Meer wollen.

6 Kommentare 4.8.14 12:44, kommentieren



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung